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Diese Schönheit ist letzter Unterstrich persönlicher Geschmackskultur.

next2reality - Diese Schönheit ist letzter Unterstrich persönlicher Geschmackskultur.

Prothesen, Smartphones und Cyborgs

Bei den im Juli 2014 durchgeführten deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Ulm nahm der einseitig unterschenkelamputierte Weitspringer Markus Rehm an den Wettkämpfen der Nichtbehinderten teil. Er erreichte mit einem Sprung von 8,24 m nicht nur die höchste Weite des Wettbewerbs sondern auch die Norm um an den anschließenden Europameisterschaften teilzunehmen.

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Technik, Fußball und Idioten

Im Vorprogramm des WM-Eröffnungsspiel lief ein einigermaßen epischer Nike-Animationsspot, in dem Stars wie Ronaldo, Neymar oder Iniesta sich neue Jobs suchen müssen, weil sie in Matches gegen aus ihnen selbst geklonte Fußballer keine Sonne sehen. Die Klone sind perfekte Kicker, die emotionslos und mechanisch den mathematisch besten Fußball spielen.

Mastermind Ronaldo – der aus Brasilien allerdings – erträgt diese Situation nicht, da er den packenden, den spannenden, na halt den emotionalen Fußball vermisst und versammelt die ehemaligen Stars um sie daran zu erinnern, dass nicht nur Technik, sondern auch der Mut zu ganz wahnsinnigen Aktionen den Fußball ausmachen. Weiterlesen

Aggregatoren, Pressespiegel und das verlegerische Geschäftskonzept

Das war doch eine wirklich lesenswerte Auseinandersetzung und beiden Kontrahenten sei ausdrücklich für das Niveau ihrer Beiträge gedankt.

Nachdem Heribert Prantl qua historischem Zugang über News-Aggregatoren, Urheber- und möglichem Leistungsschutzrecht zu dem Schluss kommt, dass letzteres durch das konsequente Wahrnehmen der bestehenden Urheberverwertungsrechte obsolet sei, kommt Christoph Keese in seiner Replik zu dem Schluss, dass die bestehende Urheberrechtslage in Sachen Wahrnehmung von Erst- und Zweitverwertungsrechten Lücken aufweise, die per Leistungsschutzrecht geschlossen gehören. Unabhängig, wem man zustimmen mag, gehen beide auf eine ausgesprochen interessante Frage ein, wenngleich es hier wie da etwas an lizenzrechtlicher Detailkenntnis mangelt.

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Zeitungen!? Haben wir doch noch nie gelesen!

80 Prozent dessen, was in einer Zeitung steht ist Schrott! Das mag mancher sogar tatsächlich so sehen, frei nach dem Motto: Die schreiben ohnehin alle nur Unsinn – hier ist etwas anderes damit gemeint. Im Kontext der Frage, wie sich denn nun mit redaktionellen Erzeugnissen im Web wirtschaftlich arbeiten lässt, soll kurz überlegt werden, wie so eine Zeitungslektüre eigentlich funktioniert.

Dazu bedarf es gar nicht so langen Nachdenkens: Das Lesen einer Zeitung ist eine ausgesprochen selektive Angelegenheit. Anders: Nimmt man die Zeitung in die Hand, liest man sie nicht durch, sondern lediglich die Beiträge, die von Interesse sind. Und nochmal anders: Wer auf die Idee käme, Menschen dazu zu zwingen eine komplette Zeitung von vorn bis hinten durchlesen, quält diese!

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Urheberrecht, Leistungsschutz, Total-Buyout…? Schön und schlecht, wo aber bleibt das Geschäftsmodell?

Nachdem der presseschauder die Trommel für ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage schon seit Monaten schlägt, nimmt die damit verbundene Urheberrechtsdebatte mit den zunehmenden politischen Erfolgen der Piratenpartei nun durchaus Fahrt auf.  Bühnenwirksam bis hysterisch nicht zuletzt durch Auftritte von Sven Regener, irgendwelcher Tatortautoren oder des vom Handelsblatt unter dem Label „Mein Kropf gehört mir“ entlarvten Angriffs auf die Kreativwirtschaft des versammelten Abendlandes durch die Raub- und Kostenloskultur der sogenannten Netzgemeinde.

Dem gegenüber stehen wortgewandte und so lakonisch wie geistreiche Online-Journalisten wie Stefan Niggemeier, Thomas Knüwer oder Christian Jakubetz  und nicht zuletzt sogar Verlagsleiter. Hier wird der Sinnlosigkeit einer solchen Gesetzgebung und der Raffgier der als so bezeichneten Verwertungsindustrie das Wort geredet, die qua Total-Buyout den eigentlichen Schöpfern des Journalismus sämtliche Verwertungsansprüche an Ihren eigenen Texten raubt, schlicht Kasse machen will und hierüber die eigentliche Kostenloskultur entlarvt.

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